Von B nach F- 4 Tage Natur und mehr

Wie das manchmal so ist – es kommt alles ganz anders als geplant.
Aber mit einer guten Portion Optimismus, Teamgeist und Vertrauen findet sich immer ein Weg.

 

Unser ursprünglicher Plan: Mit dem Zug irgendwohin fahren und dann in vier Tagen mit dem Rad zurück nach Frankfurt – möglichst viel Natur, im vollen Bikepacking-Modus. Vielleicht kennst du das: Bikepacking hat mir gezeigt, dass echte Abenteuer nicht immer weit weg sein müssen – manchmal liegen sie direkt vor der Haustür.

Los ging das "Abenteuer" mit der Bahn – genauer gesagt mit der Fahrradmitnahme im ICE. Erst war Basel das Ziel ging doch nicht, dann München… welches sich beim Reiseantritt plötzlich zerschlagen hatte (Zugwechsel ohne Radabteil). Vom Reisezentrum kam keine wirkliche Hilfe oder Alternative, bevor es los ging schein unsere Reise zu platzen. Es ist kaum zu glauben so ein gigantischer ICE bekommt ganze DREI Fahrräder mit...einfach legendär unsere Bahn.


Also spontan Plan C: Wir entdecken einen Regionalzug nach Bamberg, fragen den Schaffner, ob wir mit unseren Bikes rein dürfen – er nickt, und wir sind unterwegs! Während der Fahrt basteln wir uns eine neue Route über die Fränkische Alb, die hohe Rhön und den Spessart zurück nach Frankfurt.

Und was sollen wir sagen: Es war mega!
Nach buntgemischten 360 Kilometern und 5.500 Höhenmetern waren wir ordentlich platt, aber glücklich. So viele Eindrücke, Begegnungen, kleine Abenteuer am Wegesrand – das bleibt.

 

Für uns war’s definitiv der berühmte Spaß der Sorte 2: anstrengend, aber richtig erfüllend.
Kurz gesagt: absolut empfehlenswert! Hier noch ein kurzes Insta-Reel! Fotos siehe unten! Viel Spaß dabei.

 

Technik & Gear – Persönliche Erfahrungen von unterwegs

Vorab: Das hier sind nur meine ganz subjektiven, nicht gesponserten Eindrücke als Schrauber und Radfahrer. Keine Labormesswerte, keine standardisierten Tests – einfach ehrliche Erfahrungen aus meinem eigenen Bikepacking-Touren.


Nachrüsten für Komfort: Warum ich auf Federgabel umgestiegen bin

Nach einer intensiven Schottlandtour, auf der ein Mountainbike definitiv besser gepasst hätte als mein Gravelbike, war für mich klar: Mehr Komfort muss her. Als Handwerker sind gesunde Hände und Handgelenke für mich essenziell. Deshalb fiel meine Wahl auf die derzeit leichteste Gravel-Federgabel auf dem Markt – die FOX 32 Taper-Cast Gravel.

Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Die Gabel ist ein echter Gamechanger! Sie bringt deutlich mehr Sicherheitsreserven mit: Überraschungen auf der Strecke oder kleinere Fahrfehler werden einfach entschärft. Das Fahrgefühl ist sicherer, entspannter und macht einfach mehr Spaß. Ich konnte auf der Tour verschiedenste Streckenprofile testen – von Asphalt bis Wurzelpassagen – und war rundum zufrieden. Das Mehrgewicht? Nehme ich gerne in Kauf.


Reifenwahl: Conti Terra Hardpack – Alltagstauglich, tourentauglich?

Eigentlich hatte ich die Continental Terra Hardpack eher für den Alltag aufgezogen. Vor der Tour hatte es jedoch ordentlich geregnet – da kamen Zweifel auf. Gröberes Profil oder Risiko eingehen? Ich entschied mich für den Test.

Ergebnis: Überzeugend. Keine Pannen, gutes Rollverhalten auf nahezu allen Belägen und erstaunlich tapfer im Matsch. Natürlich darf man keine Wunder erwarten – im berüchtigten "Peanutbutter-Schlamm" den wir auch hatten setzt sich jeder Reifen zu. Aber insgesamt hat mich der Terra Hardpack positiv überrascht: Ein echter Allrounder mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis.


Umbau beim ReiseKollegha: gute Untersetzung, mehr Spaß

Vor dem Start sagte ich noch zu meinem Mitfahrer:

"Mit einer 11–34-Kassette wird das bei dem Höhenprofil und deinem Backroad-Bike nix – und dann noch mit dünnen Reifen und Campinggepäck..."

Gesagt, getan: Wir haben umgerüstet auf eine 11–42-Kassette und breite Schwalbe Overlander mit 45 mm. Beide Änderungen haben sich voll ausgezahlt. Er hatte spürbar mehr Fahrspaß, kam die nicht zu unterschätzenden MTB-Anstiege unserer Mittelgebirge deutlich besser hoch und war häufig am Grinsen (Foto- und Videobeweis vorhanden!). Auch die Reifen haben sich auf unterschiedlichstem Terrain hervorragend geschlagen.


Kleine Dinge, großer Unterschied

Beide sind wir Fans von Hängematten – wir haben gut geschlafen und die gemeinsamen Abende beim "Abhängen" sehr genossen, trotz Stechmücken.

Außerdem haben wir beim "Abhängen" festgestellt:

  • Ortlieb-Taschen sind zuverlässig und gut durchdacht.

  • Restrap-Taschen überzeugen ebenfalls mit Qualität und Funktion.

  • Und: Eine kleine Espressokanne plus Kocher machen einfach gute Laune. Dieses kleine Stück Luxus bringt ein großes Freiheitsgefühl.



Fazit: Die richtige Ausrüstung macht einen Unterschied – nicht nur technisch, sondern vor allem fürs Reisegefühl, die Stimmung und das Abenteuer selbst. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal.

 

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